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Ausgabe 34 (Februar 2008)

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler!

Das neue Halbjahr hat etwas turbulent begonnen. Dabei war der Anlass zunächst ein positiver. Frau Ludewig-Paffrath, die ein Jahr bei uns war, um eine damals bereits aufgetretene Lücke vor allem im Fach Französisch zu schließen, wurde kurz vor Weihnachten zur Stellvertretenden Schulleiterin am Abtei-Gymnasium in Pulheim befördert.
Das bedeutete für uns aber, dass sie bei uns nicht bleiben konnte und wir – zusammen mit anderen entfallenen Stunden – ihren bisherigen Unterricht überbrücken mussten. Dazu war es neben einer Stundenzuweisung durch die Bezirksregierung unumgänglich, bei kleineren Jahrgängen – in diesem Falle den Klassen 8 und 10 – den Unterricht in den Nebenfächern zusammenzulegen.
Denn die Schule muss im Rahmen ihrer Ressourcen den Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler sicherstellen.
Wir geben daher in allen Klassen alle Hauptfächer vollständig und ungekürzt, ebenso alle Nebenfächer. Kürzungen mussten wir nur in Sport, Kunst bzw. Musik und kath. Religionslehre vornehmen.
Wichtig ist vor allem, dass wir auch unsere naturwissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaften erteilen sowie unsere französischen und englischen Sprachprüfungen abhalten.
Das ist besonders wichtig im Hinblick auf die Konzeption einer neuen Oberstufe, in die die G8-Klassen am Ende der S I übergehen werden. Warum?
Nach den bisherigen Verlautbarungen werden Schülerinnen und Schüler in dieser neu konzipierten SII nicht nur die sog. Hauptfächer durchgehend belegen und ins Abitur nehmen müssen; sie werden weiterhin auch zwischen einem sprachlichen und einem naturwissenschaftlichen Profil zu wählen haben; und auch die Schülerinnen und Schüler mit einem sprachlichen Profil müssen zwei Naturwissenschaften belegen. Durch unsere Zusatzangebote, die ja allen Schülerinnen und Schülern offenstehen, können sie sich schon in der SI optimal auf diese Konstellation vorbereiten.
Die Vorbereitung auf die Oberstufe, das Abitur und ein späteres Studium sind von daher weder für die G9 noch für die G8 Züge gefährdet. Wir geben am KKG die Fächer der Sekundarstufe II wie an allen anderen Schulen. Und wir können - auch das unterscheidet uns nicht von anderen Gymnasien – nicht alle Wünsche nach Leistungskursen erfüllen, weil uns sonst diese Stunden in der übrigen Stundentafel fehlen würden.
Wie im Schreiben der Schulpflegschaft schon betont, haben wir nicht zu wenige Lehrkräfte, sondern wir müssen aufgrund der ungünstigen Schülerzahlen zu viele und damit zu kleine Klassen bilden. Daher fehlen uns dann immer Unterrichtsstunden. Denn kleine Klassen bzw. Kurse und große Stundentafeln, das geht nicht zusammen, weder am KKG noch an einer anderen Schule!
Aufgrund der geschilderten strukturellen Sondersituation werden wir daher weiterhin sehr sparsam mit den Unterrichtsstunden sein müssen, d.h. Zusammenlegungen oder Teilzusammenlegungen von Klassen oder Kursen kann ich nie ausschließen; leider weiß ich immer erst sehr spät oder sogar zu spät, wie die Bedingungen eines neuen Halbjahres sind, was Schülerzahlen und Lehrerversorgung betrifft.
Ich ahne, dass dies für die Betroffenen recht unbefriedigend ist und kann Sie nur um Ihr freundliches Verständnis bitten!
Ich freue mich, dass es noch in diesem Schulhalbjahr zu einer Zusammenkunft mit unserem neuen Schuldezernenten, Herrn LSRD Fritz Schwarz, kommt, der diese Zusammenhänge noch besser und mit Blick auf den gesamten Regierungsbezirk darstellen kann, und würde mich sehr über Ihre rege Teilnahme freuen! In jedem Falle wünsche ich uns allen ein erfolgreiches zweites Halbjahr!

Ihr
Dr. H. Dierkes
(Schulleiter)

Scheckübergabe für Misereor - Christen und Muslime gemeinsam

Mit viel Begeisterung hatten Schüler, Eltern und Lehrer im vergangenen Jahr gemeinsam ein Fest am Käthe-Kollwitz-Gymnasium gefeiert. Der Erlös wurde geteilt. Die Schüler sollten profitieren, das Misereor-Partnerprojekt „Christen und Muslime gemeinsam“ in Burkina Faso ebenso.
Zur Scheckübergabe mit Misereor-Mitarbeiter Michael Stahl waren Vertreter der gesamten Schulgemeinde vertreten, um ihre Solidarität zu zeigen. Christen und Muslime haben sich in der Diözese Fada N'Gourma zusammengeschlossen, um dem Vordringen der Wüste im Sahelgebiet und der zunehmenden Wasser- und Nahrungsmittelknappheit entgegenzuwirken. Gemeinsam legen sie Erdwälle an, pflanzen Bäume und bauen Brunnen. Zusammen verbessern sie ihre Lebensbedingungen und zeigen, dass ein friedliches Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen möglich ist.
Michael Stahl wies darauf hin, wie viele, nicht nur unterrichtliche Anknüpfungspunkte dieses Projekt für das Käthe-Kollwitz-Gymnasium bietet, und bedankte sich herzlich für die großzügige Unterstützung.
Ralf Brandhorst

Die neuen Referendare stellen sich vor

Unsere neuen Referendare sammeln bereits erste Unterrichtserfahrungen durch Hospitationen. Sie tummeln sich im Lehrerzimmer und schauen bisweilen etwas ratlos auf den Stunden- und Raumplan. Alle sind an Kunst und Literatur interessiert. Simon D. hört nicht nur gern Musik, sondern macht auch Musik. Vielleicht wird er mit seinen Beiträgen auch einmal das eine oder andere unserer Schulkonzerte bereichern. Seine Fächer sind Deutsch und Geschichte. Christina G. ist gebürtige Griechin. Sie kennt sich selbstverständlich in der griechischen Kultur aus, hat neben Deutsch auch das Fach Englisch. Iris B.unterrichtet Biologie und evangelische Religion und Milena G. Mathematik und Philosophie. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihnen und wünschen allen eine schöne und erfolgreiche Zeit am KKG.
Auch Frau Dämgen heißen wir herzlich Willkommen. Sie unterrichtet mit Beginn dieses Halbjahres vertretungsweise Französisch und evangelische Religionslehre an unserer Schule.

So ein Theater!!!

Zu allen Bedeutungsvarianten dieses Ausrufs weiß nur Birgit Fels ihre Geschichten zu erzählen. Wieder einmal hat sie ihr ganzes Herz, ihre Kraft und jede Menge Arbeit in die Inszenierung eines Theaterstücks gesteckt hat, das in seiner Problematik nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Eltern und Lehrer anspricht. „Aus dem Schatten“ heißt das Stück. Es präsentiert eine eigenartig organisierte Welt, in der Jugendliche auf der Suche nach den Anderen ihre Gefährdungen durch Fremdbestimmung, Sprachlosigkeit und Beziehungsarmut zeigen. Gerade weil sie das Thema offensichtlich betrifft, haben die Schülerinnen und Schüler der Theater-AG authentisch gespielt. Das Publikum spürte, dass die Darsteller von ihren eigenen Problemen sprechen. Anders ist es nicht zu erklären, dass ein Schüler, Philipp Grimm, der für einen erkrankten Mitschüler vor der Premiere kurzfristig eingesprungen war, seine Rolle beherrschte. Überzeugend auch der wütende Fußtritt von Jennifer Gries gegen einen Stuhl, das schmerzte, aber sie nahm es in Kauf. Hier zeigt sich stellvertretend, mit welch’ hohem Engagement unsere Schülerinnen und Schüler Theater spielen. Der außerordentliche Einsatz dieser AG für unsere Schulkultur wird auch deutlich, wenn wir Birgit Fels’ Beitrag im Programmheft lesen:

„Das Theaterspiel am KKG wächst, blüht und gedeiht: mittlerweile gibt es in jeder Stufe(Unter-, Mittel- und Oberstufe) für die Schüler/innen die Möglichkeit, sich schauspielerisch zu betätigen – wovon jeweils heftig Gebrauch gemacht wird. In diesem Jahr stellt sich die neu entstandene Mittelstufen-AG vor. Einige der Akteure sind in diesem Jahr erst in die Theater-AG eingestiegen, viele sind schon seit der Unterstufe dabei, sie alle verbinden Elan und Engagement für die Sache. Beides braucht man auch, wenn man sich fast ein Schuljahr lang mindestens ein Mal wöchentlich zu den Proben trifft, von den vielen Extra-Proben in der „heißen Phase“ gar nicht zu reden. Dabei haben wir auch viel gelacht und Spaß gehabt, besonders bei unserem Probenwochenende in Bad Honnef. Mit unserem neuen Stück wollen wir Sie diesmal mit einem eher philosophischen Stück konfrontieren
nämlich mit der Frage, ob wir Menschen unser Leben und seinen Verlauf selbst in der Hand haben oder ob wir von irgendwelchen Schicksalen gelenkt werden. Zunächst sieht es in unserem Stück ganz danach aus, im Verlauf der Geschichte rund um Freundschaft, Liebe und Tod erscheint dies aber zunehmend fraglich… Unser Ausgangspunkt war das Stück „Helden“ von Armin Beber. An diesem hat die Truppe aber soviel verändert und ergänzt, dass daraus ein ganz neues eigenes wurde.“

Organisatorische Unterstützung fand Birgit Fels bei Frau Lutz, Frau Arikan, Herrn Gomer und Herrn Anhalt. Technische Unterstützung fand sie lediglich bei Christoph M.(13), der nicht mehr lange an unserer Schule sein wird. Um Frau Fels und auch Frau Podgurski in ihrer Arbeit zu unterstützen, brauchen wir dringend eine Technik-AG, die für die Beleuchtung, das Bühnenbild und den Ton zuständig ist. Die Einmann-Organisationen unserer Theater-AG-Leiterinnen dürfen sich an unserer Schule nicht als Dauereinrichtung etablieren, da wir damit einen Zusammenbruch wertvoller Kulturarbeit riskieren.
Birgitta Jetzek-Berkenhaus

Ausgabe 34:
Februar 2008

V.i.S.d.P.:
Dr. H. Dierkes

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