Lehrersituation zu Beginn des 2. Schulhalbjahres 2006/07
Sehr geehrte Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler!
Das zweite Halbjahr hat begonnen und wieder einigen personellen Wechsel ins Haus gebracht:
Frau Gawenda (Sport) und Frau Zabinski (Kunst) haben uns verlassen. Für Ihre Tätigkeit am KKG sei ihnen auch an dieser Stelle herzlich gedankt!
Herr Frech ist nach der Geburt des dritten Kindes (zu der wir der Familie hier nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch sagen!) für ein halbes Jahr in Erziehungsurlaub gegangen; einen Teil seiner Stunden vertritt Frau Gröneweg im Fach Erdkunde.
Neu eingestellt haben wir unsere ehemalige Referendarin, Frau S.Knaus, mit den Fächern Englisch und Französisch. Frau Knaus und Frau Gröneweg heiße ich hiermit herzlich willkommen am KKG!
Wir bemühen uns nach Kräften um eine Kontinuität der Lehrkräfte in den einzelnen Klassen. Durch Umschichtungen und Wechsel in der Stellenbesetzung kommt es aber unvermeidlich auch zu Brüchen, für die ich nur um Verständnis bitten kann. Wir sind im zweiten Halbjahr aber besser als im ersten in der Lage, die vorgeschriebene Stundentafel zu erteilen. Und dies ist nun sicherlich auch ein Fortschritt!
Wir bringen den Ball ins Ziel
Schulfest:2200€
Fonds der Chemischen Industrie:5000€
Kreissparkasse Köln:2500€
Hagebaumarkt:750€
H. Pfaffenholz:500€
Wohnareal Gmbh:500€
Eigenleistungen:1600€
Weiter Spenden:2100€
Summe:15150€
Ich danke allen unseren Spendern und Spenderinnen für die jeweiligen Beträge, kleine und große, im Namen der Schulgemeinde sehr herzlich!
Musik am KKG
Wieder haben sich zwei unserer Musikstipendiatinnen und Christoph M., alle drei Schüler der Jahrgangsstufe 11(vergl. auch unseren Bericht in KKGaktuell 24, auch auf unserer Homepage nachlesbar), erfolgreich mit ihren Beiträgen bei der Wesselinger Kulturpreisverleihung bewährt, wo sie vor großem Publikum für das musikalische Beiprogramm sorgten.
Theater am KKG - im März
Auf der Suche nach einem Herzen aus Gold spielt die Theater AG, bestehend aus den Jahrgangsstufen 11, 12 und 13, Büchners Komödie „Leonce und Lena“. Musikalisch untermalt wird das Spiel von Neil Youngs berühmtem „Heart of gold“ von seinem Album „The harvest“, das Olena L. virtuos auf dem Klavier vorträgt und vom Ensemble und Chor des KKG unter der Leitung von Frau Pethes gesungen wird.
Büchners einziges heiteres Stück lebt vom Wortwitz und rührt durch die kindliche Romantik seiner Helden, ohne die bei ihm gewohnt philosophische Tiefe und Sozialkritik einzubüßen.
Prinz Leonce langweilt sich ganz entsetzlich und schlägt die Zeit mit „Sex’nd drugs’nd rock’n roll“ tot. Dabei wird er tatkräftig unterstützt von Valerio, der obgleich ein Schnorrer und Rumtreiber, sein bester Freund wird und jeden Unsinn mitmacht. Als Prinz Leonce erfährt, dass er die ihm völlig unbekannte Prinzessin Lena heiraten und danach die Amtsgeschäfte von seinem Vater, dem König, übernehmen soll, flieht er vor dem künftigen Stand der Ehe und der Verantwortung mit Valerio nach Italien. Lena ihrerseits ist ganz und gar nicht entzückt davon, dass sie mit einem Mann, den sie nicht kennt und nicht liebt, verheiratet werden soll, und macht sich ebenfalls mit ihrer Gouvernante auf den Weg in die ungewisse Fremde. Am Abend des Fluchttages finden sie müde und hungrig endlich einen Gasthof und treffen dort zwei sehr anziehende Herren….
Die Aufführungen finden am 22. und 29. März 2007 im Oktogon jeweils um 19.30 Uhr statt. Nach dem zweiten Akt werden in der Pause Erfrischungen angeboten. Die Spieldauer wird ungefähr 80 Minuten betragen. Wir freuen uns auf eine große Zuschauerzahl. Karten werden rechtzeitig im Vorverkauf angeboten und sind auch an den Abendkassen zu erwerben.
F. Podgurski, Leiterin der Theater-AG
Besuch des Freien Werkstatt Theaters
„Botho war mir beim ersten Lesen so unsympathisch. Durch Ihre Darstellung ist er mir ganz liebenswert geworden“, lobte Christine K., Abiturientin des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums den Hauptdarsteller Matthias Lodd des Stückes „Irrungen, Wirrungen“. Das Freie Werkstatt Theater in Köln, das seinen Sitz in der Nähe des Chlodwigplatzes in einer „denkmalgeschützten, ehemals typischen Hinterhausfabrik“ hat, „in der Schokolade, Schirme und Lampen hergestellt wurden“ (http://fwtkoeln.de/e22/e206/index_ger.html), hat das Erzählwerk „Irrungen, Wirrungen“ von Theodor Fontane in ein dramatisches Stück von zweieinhalb Stunden Länge umgeschrieben. Den Bemühungen Herrn Tegelers hatten die Abiturienten und Leistungskurs 12-Schüler unseres Gymnasiums es zu verdanken, dass das kleine Ensemble dieses Theaters eigens eine Sondervorstellung für das Käthe-Kollwitz-Gymnasium am Freitagmorgen um 10.45 aufgeführt hat. In einem voll besetzten Kellerraum auf knarrenden, hölzernen, mit dünnen Kissen ausgelegten Stühlen bei leicht zugiger, unangenehm kühlender Klimaanlage hielten die fast 100 Schülerinnen und Schüler sich mit bewundernswerter Disziplin kerzengerade, um ja nicht durch störende Geräusche die Konzentration der Schauspieler zu beeinträchtigen, die dem Publikum durch die räumlichen Beschränkungen sehr nahe kamen.
„Ich war beeindruckt von der schauspielerischen Leistung, mit der es den Darstellern gelungen ist, mit nur wenigen Requisiten, die großen Bilder des Romans auf der kleinen Bühne darzustellen und damit den Zuschauern Freiheiten im Denkprozess und in den Deutungsmöglichkeiten zu lassen“, urteilte Jim T., Schüler des Deutschleistungskurs 12. Schon das Bühnenbild, von langen weißen Papierbahnen unterteilt, auf deren Rückseiten sich zahlreiche handgeschriebene Briefe zeigten, regte die im Anschluss der Aufführung ebenfalls von Herrn Tegeler organisierte Diskussion zwischen Schülern und einigen Mitgliedern des Schauspielerensembles an. Diese stellten sich trotz der anstrengenden Aufführung bereitwillig den Fragen der Schülerinnen und Schüler, hatten aber zum Erstaunen ihres jungen Publikums nicht auf jede Frage eine Antwort. Im Gegenteil, sie vermittelten die Offenheit der Deutungsmöglichkeiten, indem sie Erklärungen für die Bedeutung von kleinen Requisiten, Kürzungen der Romanvorlage oder denkwürdigen Gesten der Darsteller von den Fragenden forderten.
„Viele Ideen zur Umsetzung des Stoffes auf der Bühne kommen auch erst mit dem Spielen. Wir probieren Szenen aus und verwerfen sie, wenn sie uns nicht aussagekräftig erscheinen. Noch bei der Generalprobe haben wir ein Szene gestrichen“, erklärte Ingrid Berzau, die zusammen mit Dieter Scholz das Freie Werkstatt Theater leitet. Beide glänzten wie alle Schauspieler, außer den Darstellern von Botho und Lene, in mehreren Rollen. Ingrid Berzau spielte zum Beispiel die alte, arme Frau Nimptsch genauso überzeugend wie die Prostituierte Johanna oder die reiche Adlige, Josephine von Rienäcker. Mit nur geringen Veränderungen am Kostüm zeigten die Darsteller vor dem kundigen Publikum den Wandel von einer Figur zur anderen. Mit dieser Art von lebendigem Theater wird die Spannung zwischen Spiel und Realität getroffen, womit ein besonderes Anliegen Fontanes vermittelt wird, der seinen Protagonisten in dem Spannungsbogen zwischen Scheinwelt und Realität die Wahrheit des Lebens erfahren lässt.
Birgitta Jetzek-Berkenhaus
Teilnahme am Projekt
"Wer liest, liest immer mehr.… uninformierte Gesellschaften sind gefährdete Gesellschaften – gefährdet, weil verführbar.“ Mit dieser Mahnung begrüßte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan die Initiative der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, durch das Projekt „Jugend schreibt“ die politische Bildung Jugendlicher in der Schule zu unterstützen. Frau Schavan hielt diese Rede am 31.01.2007 im Atrium der Berliner Redaktion der F.A.Z. während der Feierlichkeiten zur Ehrung der Schülerinnen und Schüler, die für ihre herausragenden journalistischen Beiträge im Projektjahr 2005/06 mit dem FAZIT-Schülerpreis ausgezeichnet worden sind.
Teilnehmer des nun wieder beginnenden neuen Projektjahres „Jugend schreibt“, das bis zum 30. Januar 2008 dauern wird, sind unter anderen auch die Schülerinnen und Schüler des Deutschleistungskurses 12 unseres Gymnasiums. Einen großen Gewinn können die Projektteilnehmer bereits für sich verzeichnen. Täglich erhalten sie die F.A.Z. unentgeltlich und lernen im Deutschunterricht zunächst das gezielte, von Interessengebieten gelenkte Lesen einer umfangreichen Tageszeitung. Ein Lesetagebuch, in dem die Schü-ler kurz notieren, was sie gelesen haben, fördert die Fähigkeit zur Auswahl des reichhaltigen Lesestoffs. Alle Lehrer dieser Schülerinnen und Schüler können diese zudem veranlassen „Informationen der F.A.Z. in den Unterricht einzubeziehen… . Die F.A.Z. bietet Stoff für alle Fächer“, so wirbt die Redaktion dieser Zeitung für ihr Projekt „Jugend schreibt“. Die Teilnehmer dieses Projekts sollen aber nicht nur die Zeitung lesen lernen, sie sollen auch journalistisches Schreiben lernen. In einem äußerst gut und straff organisierten, informativen Workshop in Berlin wurden alle teilnehmenden Lehrer, es waren insgesamt 104 Lehrer aus der Bundesrepu-blik und aus der Schweiz, gezielt für dieses Vorhaben geschult. Sie erhielten außerordentlich viel Informationsmaterial und zahlreiche Anregungen, die Ansporn genug geben, um die teilnehmenden Schüler zum journalistischen Schreiben motivieren zu können. Ausgestattet mit methodisch- didaktischen Hinweisen sehen sich die Lehrer nach diesem Workshop in der Lage, ihre Schüler bei dem schwierigen Schreibprozess zu begleiten, in dem sie journalistische Beiträge für die F.A.Z. verfassen. Während dieses Projekts werden die Schüler für ihre Recherchearbeiten mit Ausweisen der F.A.Z. ausgestattet, die ihnen die Türen zu Bereichen eröffnen sollen, über die der Zeitungsleser informiert werden will. Sie werden Interviews führen müssen. Sie werden lernen, auf Menschen zuzugehen und Fragen zu stellen. Sie werden sich ihrer Verantwortung bewusst, sich zu informieren und andere aufzuklären, womit ihre Demokratiefähigkeit gefördert wird.
Eine fachliche Hilfe und individuelle Begleitung erhalten die teilnehmenden Schülerinnen durch geschulte Redakteure und die pädagogische Betreuung des IZOP-Instituts zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren. Jeder Artikel, den die jungen Journalisten zur Veröffentlichung einsenden, wird hier zunächst kritisch begutachtet, korrigiert und in der Regel mehrmals zur Korrektur und Überarbeitung zurückgesandt. Veröffentlichungsmöglichkeiten bietet die F.A.Z. jeden ersten und dritten Dienstag im Monat auf ihrer Seite „Jugend schreibt“ und in einer insbesondere für die Projektteilnehmer vom IZOP-Institut editierten so genannten „kleinen zeitung“. Dieses Blatt wird aus Schülerartikeln zusammengestellt, wodurch „die Beteiligten angeregt werden, voneinander zu lernen. Dabei wird bewusst derselbe Qualitätsmaßstab angelegt wie für die F.A.Z. – Seiten.“(Informationsschrift zum Projekt „Jugend schreibt“, http://www.izop.de/pdf/js.pdf“) Hier dürfen die Projektteilnehmer auch damit rechnen, dass gute Karikaturen von ihnen veröffentlicht werden.
Eine weitere Möglichkeit für die F.A.Z. zu arbeiten und gleichzeitig sich im Lesen zu schulen, bietet die F.A.Z. den Schülerinnen und Schülern mit ihrer Anregung eine Studienarbeit zu verfassen. Diese soll sich mit der kritischen Sichtung von Zeitungsartikeln über einen längeren Zeitraum von ein bis zwei Monaten zu einem bestimmten Thema beschäftigen, z.B. dem Thema „Klimawandel“ in der F.A.Z. . Solche Studienarbeiten sind auch als Anregung für die Jahrgangsstufe 11 gedacht, die demnächst über Facharbeitsthemen nachdenken muss. In fast allen Fächern bietet sich diese Art der Gestaltung für eine Facharbeit an.
Das Projekt „Jugend schreibt“ ist in vielerlei Hinsicht anregend und bringt nur Gewinn. Eltern, Mitschüler und Lehrer sind aufgefordert unsere teilnehmenden Schüler/innen mit Ideen, Anregung und Offenheit zu unterstützen. Vielleicht schaffen sie es ja, dass demnächst Namen unserer Schülerinnen und Schüler unter Artikeln in der F.A.Z. erscheinen. Der Name unseres Gymnasiums wird von jetzt an jeden zweiten Dienstag auf der Seite „Jugend schreibt“ genannt.
Birgitta Jetzek-Berkenhaus
Anmerkungen in eigener Sache
Bitte nutzen Sie für aktuelle Informationen auch unsere Homepage: www.kkgwesseling.de, auf der aktuelle Informationen zu Terminen, Sprechstunden, aktuellen Ereignissen oft frühzeitiger verfügbar sind als in „KKG-aktuell“, für das wir immer einige Zeit brauchen. Hier finden Sie neuerdings auch einen eigens von Herrn Hecken eingerichteten Service für die Schüler der Sekundarstufe II, eine Seite, auf der alle wichtigen Oberstufenformulare und –informationen als PDF-Dateien zum Download zur Verfügung stehen.
Frau Lutz möchte an dieser Stelle auch noch den Hinweis geben, dass das KKG auch in diesem Jahr keinen "Oktogon-Ball" veranstaltet. Veranstaltungen, die unter diesem Namen werben, haben daher mit dem KKG nichts zu tun und ihr Erlös kommt auch nicht dem Förderverein zu Gute!
Mit guten Wünschen für das Schuljahr !
Ihr
Dr. H. Dierkes (Schulleiter)
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Ausgabe 29: Februar 2007
V.i.S.d.P.:
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